Das Amt des Bundestagspräsidenten eine Erläuterung

Das Amt des Bundestagspräsidenten ist das zweit höchste Amt im Staat. Er leitet den Bundestag. Gleichzeitig leitet er die Bundesversammlung.


Der Bundestagspräsident führt das Präsidium des deutschen Bundestages und ist dort quasi der Herr im Hause. Der Bundestagspräsident führt den Bundestag aber nicht alleine. Im zur Seite stehen die Vizepräsidenten. Die Präsidenten zusammen mit Vertretern der Fraktionen bilden den Ältestenrat. Der Ältestenrat organisiert den Bundestag und schlichtet bei Problemen zwischen den Parteien. Er darf nicht zum Schauplatz von Machtkämpfen werden.


Der Bundestagspräsident ist als zentraler Koordinator das Gehirn des Bundestages, wenn er schlecht arbeitet, arbeitet der Bundestag schlecht.


Er muss natürlich die Geschäftsordnung besser kennen als seine Familie. Er muss in den Sitzungen auch in kniffligen Situationen ruhiger sein als jemand mit einer Überdosis Diazepam. Sich wenn nötig die Zeit nehmen und dann eine richtige Entscheidung zu treffen.


Oft unbeachtet aber genauso wichtig ist die Teamfähigkeit. Der Präsident ist auf sein Team angewiesen. Er muss das Präsidium zu einem Team formen. Kann sich dort Rat holen und die Vizepräsidenten arbeiten ihm zu und weisen ihn diskret auf Fehler hin. Nur gemeinsam kann man den Bundestag ordentlich am Laufen halten. Ein Team im Präsidium fehlte die letzten Legislaturperioden.


Traditionell stellt die größte Fraktion den Bundestagspräsidenten. Dieses Mal scheint es so, dass die Tradition beibehalten wird. Diesmal wird es, nach aktuellen Stand, keinen Kampf um das Amt geben. Die letzten Male waren die Machtkämpfe dem Amt nicht würdig. Und die Kandidaten haben sich vor und nach der Wahl wie Tiere beim Revierkampf verhalten.


Nehmen wir es als gutes Zeichen das es nur eine Kandidatin für das Amt gibt. Als einen Neubeginn.


Spoiler: Wir bemühen uns um ein Interview mit der Kandidatin der Union Anne Firmenich.