LANDTAGSWAHL NORD: SPD und CDU stärkste Kraft, Linke mit 6% knapp drin.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat gewählt, sozialdemokratisch und konservativ.
Die SPD und CDU bei 34%, und damit die beiden stärksten Kräfte der LTW. Die gemeinsame Liste der D21/FDP bei "nur" 20% und Die Linke mit 6% knapp drin.
Die Pressekonferenz nach der Veröffentlichung der Ergebnisse im Überblick:


Die D21/FDP-Liste auf die Frage von "Die Pragmatische":
Schmidt: Sie sagten sie wären mit allen Parteien bereit, Gespräche zuführen. Ist der Kurs im Bund (CDU/CSU, D21 und DM) entscheidend für die Lösung/Entscheidung im Land? (Mögliche Koa.: CDU und D21/FDP)
Slober und von Hohenloh (sinngemäß): Der Kurs im Bund ist unabhängig vom Kurs im Land. Das ist die Liste der D21 und FDP, und die FDP hat die Verhandlungen im Bund abgebrochen. Wir werden mit allen Parteien reden!

Die CDU auf die Frage von "Die Pragmatische":
Schmidt:
Sie sagten, sie wollen mit allen demokratischen Parteien sprechen. Sie erwähnten aber nur SPD und D21/FDP, ist Die Linke keine demokratische Partei? (Dean Scholz sagte vorher: Er wolle mit allen demokratischen Parteien reden, also SPD und D21/FDP. Die Linken erwähnte er nicht.)
Scholz (sinngemäß): Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt, aber die CDU hat einen Unvereinbarkeitsbeschluss mit den Linken. Eine Zusammenarbeit wird es deshalb nicht geben.

Die SPD auf die Frage von "Die Pragmatische":
Schmidt:
Ein völlig anderes Ergebnis als vor einer Woche im Bund. Beginnt ein neues sozialdemokratisches Zeitalter?
Heinemeier (sinngemäß):
Die Bundestagswahl und Landtagswahl kann man nicht vergleichen. Wir haben als Team viel in NRW erreicht, und uns dieses Ergebnis erarbeitet. Im Bund waren es vielleicht zu viele Fehler oder Dinge, die wir anders hätten machen müssen.

Die Linke war nicht auf der Pressekonferenz anwesend

Kommentar von Schmidt: Die CDU gewinnt die nächste Wahl, die SPD gewinnt 10% dazu und ist damit auch stärkste Kraft im Norden. Ein wichtiges Ergebnis für die SPD um sich von der BTW zu erholen, um stärker zurückzukommen, denn in einer Woche muss man das Ministerpräsidentenamt in Bayern verteidigen. Für die D21 und FDP ein Dämpfer, für die Linken ein Schlag ins Gesicht. Die CDU wird sich auch nach dieser LTW um ein führendes Amt reißen, denn man will wie die SPD in einer Woche stärkste Kraft werden. Es bleibt spannend, aber dieses Ergebnis ist eine sozialdemokratische und konservative Überraschung.